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Beim Bauen ans Wohnen denken

Wohnen wie im Loft

Bereits seit den 40er-Jahren wurden in vielen amerikanischen und europäischen Großstädten alte Industriehallen zu Wohnzwecken umfunktioniert, wobei die Möbel einfach auf die gesamte Etage verteilt wurden, Zwischenwände waren verpönt. Aufwändig renovierte Loftwohnungen zählen zu den teuersten Objekten auf dem Immobilienmarkt. Im Neubaubereich spricht man heute vielfach von einem Loft-Haus, um eine besondere Großzügigkeit der Raumaufteilung zu betonen. Ein Kriterium hierzu ist der offen gestaltete Grundriss im Gegensatz zu dem „Flurtyp“, bei dem viele separate Zimmer von einem zentralen Flur her erschlossen werden.

Experimente in Wohnkommunen der 1960er Jahre legten die Basis heutiger Wohnkultur

In den 60er-Jahren wurde der „offene Grundriss“ mit der Suche nach neuen Lebensformen entdeckt und ausprobiert. Nur wenig später in den 70erjahren wurde er hierzulande zur Mode. Was als Experiment in Wohnkommunen mit dem Aushängen der Zimmertüren begann, hatte sich rasch zu einem Lebens- und Wohnstil entwickelt. Mehr noch: Es ist ein Trend, der sich bis heute erhalten hat.

Fabriketagen werden seit Jahren zu Lofts umfunktioniert und auch im Einfamilienhausbau ist das Wohnen ohne störende Trennwände längst angesagt. Insbesondere zwischen Küche, Ess- und Wohnzimmer fehlen immer öfter die trennenden Wände. Und: Selbst auf kleiner Fläche sorgt ein offener Grundriss für Großzügigkeit.

Trotz offener Raumgestaltung muss aber niemand auf Rückzugsmöglichkeiten wie Schlaf- oder Kinderzimmer verzichten. Denn das Motto lautet: Offenes Ambiente und Familienleben im Erdgeschoss, Rückzugsmoöglichkeiten im Obergeschoss. Oft findet sich im Erdgeschoss eine Art „Wohnhalle“, in der die Bereiche Kochen, Essen, Wohnen und Arbeiten fließend ineinander übergehen. In der konsequentesten Form handelt es sich tatsächlich um einen Raum, oftmals auch mit einheitlichem Bodenbelag.

Spannungsfeld zwischen Offenheit und Privatsphäre

Der Reiz besteht darin, dass Verbindungen und Blickbeziehungen innerhalb des Hauptwohnraums geschaffen und inszeniert werden. Zudem macht eine offene Wohnform Lust auf Veränderungen: Hierfür eignen sich mobile Möbel, die sich schnell und einfach auf- und abbauen lassen und so vielfältige Möglichkeiten der Raumgestaltung bieten.

Klassische Schrankwände haben ausgedient

Für herkömmliche Einrichtungen wie etwa die massive Schrankwand, ist kein Platz mehr. Vielmehr sind nun individuelle Wohnwände mit ausreichend Stauraum besonders angesagt. Modulare Möbel, die aus einzelnen Elementen bestehen, sich der Wohnumgebung anpassen können und zu „Wohnlandschaften“ kombiniert werden, sind für flexibles und grosszügiges Wohnen prädestiniert.

Schön, aber auch variabel

Modulare Möbel gliedern, teilen und verändern Räume und passen sich den unterschiedlichsten Wohnsituationen an. So erlauben etwa Regalsysteme individuelle Kombinationsmöglichkeiten für verschiedene Raumsituationen und Nutzungsarten. Dank verschiedener Modultypen, wie Pentagonecken sowie Anbauschreibtischen und Arbeitsflächen sind in der Kombination individuelle Lösungen für unterschiedlichste Raumsituationen und Nutzungsarten möglich.

Individuelle Liege-Landschaften

Auch die neuen Sitzmöbel stehen den filigranen Regalsystemen in punkto Flexibilität in nichts nach: So wird beispielsweise die Serie „Orlando“ des skandinavischen Möbelherstellers Bolia in unterschiedlichen Rücken- und Hockermodulen angeboten, die sich nach Lust und Laune zu einer individuellen Liegelandschaft zusammenfügen lassen. Mobilität steht dabei besonders hoch im Kurs: Möbel mit Rollen lassen sich leicht bewegen und neu kombinieren. Ganz einfach!


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